Eine ‚Zeitreise Zugreise‘ nach Otranto – Durch Olivenhaine ans türkisblaue Meer

Wer kommt mit auf eine der schönsten Routen durch jahrhundertealte Olivenbäume ans türkisblaue Meer mit einem echten ‚Vintage-Zug‘?

‚Zeitreise Zugreise‘ nach Otranto

Es geht in den Süden Apuliens, wo die Uhren noch anders ticken. Alles ist ein wenig langsamer, man lässt sich nicht hetzen. Die Moderne hat den Charme dieser Region noch nicht erstickt.
Ich entdecke die Welt gerne aus dem Zug und habe gelesen, dass die Route von Maglie nach Otranto eine der reizvollsten sein soll. Noch dazu ist auch die Zugfahrt selbst ein Erlebnis, da man sich wie in der Zeit zurückversetzt fühlt.
Die blauen Zugwagons mit den bequemen braunen Lederbänken sind noch aus einer anderen Zeit. Gemütlich tuckert man mit ihnen durch einen der schönsten Landstriche.
Das wollte ich erleben!

Das Organisatorische zuerst: Von Lecce nach Maglie

Die Route, die ich eigentlich fahren wollte, war Maglie nach Otranto. Aber nach Maglie musste ich von Lecce erstmal kommen. In Lecce hatte ich nämlich letzten Oktober meinen ersten Italienischkurs. An einem unterrichtsfreien Vormittag machte ich mich also auf in Richtung Otranto. Von Lecce ist es ca. eine Stunde mit dem Zug nach Maglie für 2,20€. Mit einmal Umsteigen in Zollino.
Das ‚Umsteigen‘ in Zollino war lustig, da der Zug nur seine Zugnummer geändert hatte, aber immer noch derselbe war. Ich bin ausgestiegen und habe mich verwirrt umgeschaut. Zum Glück ist immer ein Schaffner am Bahnsteig, den man fragen kann! Er schickte mich schmunzelnd wieder zurück in den Zug und ich war am Weg nach Maglie.
Die eigentliche Fahrt von Maglie nach Otranto dauert dann nur eine halbe Stunde, kostet 1,40€ und der Zug fährt recht häufig.

Bezaubernde Zugfahrt von Maglie nach Otranto

Angekommen in Maglie sah ich die zwei blauen Wagons schon für uns bereitstehen. Der Zugführer beobachtete uns beim Einsteigen und der Zug brummte laut.
Die Wagons wirkten innen als ob sie aus einem Vintage-Design-Katalog wären, nur dass sie im normalen Zugbetrieb waren. Ich ließ mich auf die gemütliche Lederbank plumpsen, dann setzten wir uns schon in Bewegung.
Die Geschwindigkeit war sehr gemächlich, wir zogen langsam durch endlose Olivenhaine, über uns der blaue Himmel. Zwischendurch wurden die Weichen von Hand gestellt.
Ich war begeistert von der Aussicht: Olivenbäume so weit das Auge reicht. Und bewunderte auch die Formen der uralten Bäume, die an uns vorüberzogen.
Wenn man genau hinsieht, kann man sogar Olivenbauern bei der Arbeit zwischen ihren jahrhundertealten, knorzigen Bäume beobachten.
Eine Fahrt, deren Langsamkeit einen sofortigen entspannenden Effekt auf mich hatte.

Ein paar Eindrücke von meiner Zugreise nach Otranto:

Ein Video von der Reise siehst du auf meinem Instagram-Account.

Als wir angekommen waren, streckte mich genüsslich, ließ mir die Sonne ins Gesicht scheinen und freute mich auf das Erkunden von Otranto. Otranto ist auf den ersten Blick ein touristisches Örtchen am Meer, aber es gibt viele kleine geheime Ecken zu entdecken. Mehr zu Otranto gibt’s dann in meinem nächsten Post!

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